13.07.2010: Personaldienstleister vs. Eigenbewerbung

Für viele Berufseinsteiger aber auch für Vertriebsmitarbeiter mit Erfahrung stellt sich Heute die Frage ob man bei der Jobsuche (auch) auf Personaldienstleiter zurückgreifen oder lieber aussschliesslich selbst suchen sollte. Schaut man nach den Jobs im Vertrieb z.B. über die Bundesagentur für Arbeit oder in der Zeitung, so findet man meist mehr Stellenangebote von Zeitarbeitsfirmen bzw. Personaldienstleistern als von den beschäftigenden Firmen selbst.

Das hat natürlich einen ganz einfachen Grund: Mitarbeiter, die über eine Personalserviceagentur oder eine Zeitarbeitsfirma eingestellt werden sind für die Arbeitgeber wesentlich flexibler und können eingestellt oder abbestellt werden je nach Lage und Bedarf des Unternehmens. Auf der anderen Seite sind die Lohnkosten dafür natürlich etwas höher. Gerade im Vertrieb kommt aber eine weitere Komponente hinzu: Ob jemand gut ist zeigt sich oft erst im Verkauf, nicht durch eine bestimmte Ausbildung. Daher suchen viele Firmen neue Vertriebsmitarbeiter über Personaldienstleistungsunternehmen - sehr wohl aber mit dem Ziel den jeweiligen Mitarbeiter langfristig zu übernehmen, wenn er für die Firma der richtige Mann bzw. wenn sie für die Firma die richtige Frau ist.

 

Personalservice vs. Eigenbewerbung

Wir haben Heute mal unter die Lupe genommen, was gerade im Vertrieb für oder gegen die Bewerbung über einen Personaldienstleister spricht und was dagegen. Hier unsere Pro`s und Contra`s.

PRO Personalservice

+ Wesentlich größere Auswahl an Jobs
+ Professionelle Suche durch die Personalagentur
+ Bestimmte Agenturen agieren als HeadHunter für große Auftraggeber
+ Unterstützung bei der Bewerbung und Vorstellung im Betrieb
+ Flexiblität: Bei Nichtgefallen kann man leichter den Einsatzort wechseln ohne einen Eintrag im Lebenslauf

CONTRA Personalservice

- Im Vertrieb sind echte Verkäufertypen gefragt, also sollte man auch sich selbst verkaufen können
- Löhne sind oftmals geringer als bei einer direkten Einstellung, da der Auftraggeber auch noch den Personaldienstleister bezahlen muss
- Allgemeine Konditionen meist schlechter (oftmals keine Umsatzbeteiligung, weniger Urlaub, kurze Kündigungsfristen)

Wie man sieht gibt es für und wider zu diesem Thema. Wir haben dazu dennoch eine ganz klar Meinung bzw. einen klaren Tipp: Alle Register ziehen! Um die größt Möglichen Chancen für einen neuen Job zu erhalten, der einem liegt und Spaß macht sollte man alle Register ziehen - also auch Personaldienstleister ins Auge fassen. Wir empfehlen aber sich vorher zu informieren, welche Dienstleister in der Region in der man sich bewerben möchte besondere Erfahrung im Umgang mit Vertriebsmitarbeitern haben. Meist gibt es spezielle Fachbereiche, zumindest in den größeren Agenturen. Diese Betreuen dann wirklich nur Vertriebssegmente bei ihren Kunden und wissen genau wen sie auf welche Position vermitteln können und in welchen Fällen es keinen Sinn macht. Wenn es die vermittelnde Personaldienstleistungsfirma gestattet, in den meisten Fällen ist dies der Fall, sollte man unbedingt die Möglichkeit nutzen und sich persönlich beim künftigen Arbeitsort/Auftraggeber vorzustellen bevor man einen Einsatz beginnt.

Sonderfälle Verkauf und Innendienst

In bestimmten Vertriebsbereichen kommt man heutzutage gar nicht um eine Zeitarbeitsfirma bzw. einen Personaldienstleister herum - gerade im einfachen Verkauf oder oft auch im Innendienst ist diese Form der Beschäftigung bei den Arbeitgebern äußerst beliebt. Aber auch in gehobenen Positionen arbeiten manche Firmen nur mit HeadHuntern zusammen, die für Sie Arbeitskräfte auf Honorarbasis suchen und empfehlen.

Sonderfall Außendienst

Für Vertriebsmitarbeiter im Außendienst empfehlen wir die direkte Bewerbung ohne den Umweg über die Leiharbeitsfirma als ersten Weg. Schliesslich sollte man später auch die Produkte und Dienstleistungen des Arbeitgebers verkaufen können. Da macht es sich natürlich schlecht, wenn man zunächst nicht mal sich selbst ohne fremde Hilfe "verkaufen" kann.